
An den SRV-Trials in Varese, welche vom 16.-19. April 2011 stattfanden, wurden insgesamt sechs Schweizer Boote olympischer Kategorie gebildet, welche in die Verteilung der Olympia-Startberechtigungen eingreifen wollen. Die Verbandszielsetzung lautet auf den Gewinn von drei Quotenplätzen für die nächstjährigen Olympischen Sommerspiele in London.
[...]
Ebenfalls neu besetzt ist der Doppelzweier Frauen Leichtgewichte. Mit Eliane Waser (Seeclub Luzern) bekommt Olivia Wyss (Seeclub Sursee) eine neue Bootspartnerin. Die beiden konnten vor drei Jahren an der U23-WM bereits einmal eine Saison gemeinsam bestreiten und gewannen damals U23-WM-Bronze. Ergänzt wird das Duo von Fabiane Albrecht (Seeclub Thun), welche als Ersatzruderin für Waser/Wyss bereitsteht und die Weltcuprennen im Einer Leichtgewichte bestreiten wird.
Pamela Weisshaupt (Seeclub Küsnacht), welche letztes Jahr im Leichtgewichts-Doppelzweier ruderte, wurde vom SRV im nichtolympischen Einer Frauen Leichtgewichte für die Weltcup-Saison nominiert. Pamela Weisshaupt hegt keine olympischen Ambitionen mehr und ist somit in jener Bootsklasse zurück, in welcher sie 2008 und 2009 jeweils den Weltmeistertitel gewonnen hatte.
(Auszug aus Pressemitteilung von Christian Stofer)
Der offizielle “SUI LW2x” wurde vom Schweizerischen Ruderverband am 10. Juli ’11 aufgelöst. Ungenügende Resultate während der Weltcup-Saison führten zur Nicht-Selektion für die Weltmeisterschaften. Wegen mangelndem Glauben an das Potential dieses Doppelzweiers gibt es auch keine Startbewilligung für die Europameisterschaften.
So schnell lasse ich meinen Traum nicht platzen und nur wegen einem weiteren Rückschlag gebe ich nicht auf. Wegen der Nichselektion für die WM 2011 hatten wir keine Möglichkeit, um einen der acht Quotenplätze mitzurudern. Doch wir haben noch eine Chance: Ende Mai findet auf dem Rotsee in Luzern die Oympische Qualifikationsregatta statt, wo zwei weitere Startberechtigungen verteilt werden. Athleten, welche schon an dieser Regatta waren, bezeichnen sie als die härteste Prüfung ihrer Karriere.
Es ist ein sehr hohes Ziel. Deshalb richte ich nun alles darauf aus. Da der Verband mit keinem Frauenprojekt in den Winter startet, ist viel Eigeninitiative gefordert, ermöglicht aber auch sehr gute individuelle Anpassung der Pläne. Die Verpflichtungen an der ETH habe ich auf ein Minimum reduziert, alle Lebensumstände sind auf das Training und vorallem die Erholung ausgerichtet und neu ist auch das Mentaltraining ein wichtiger Punkt im Aufbau.